Carly, steif vom langen Liegen, drehte sich mühsam auf den Rücken, sah in den Himmel. Sie fühlte sich als wäre sie lange unterwegs gewesen. Die Welt um sie herum war zu ihrem Erstaunen unverändert. Eine Weile konzentrierte sie sich darauf, ruhig Luft zu holen. Sie fühlte sich überraschend leicht. Dieser lang vergangene Tag war in alter Lebendigkeit aus seinem Grab unter den Teppich auferstanden, und es war ihr nichts passiert! Sie hatte sich nicht in diesem Blau aufgelöst.
Trotzdem hatte sie für heute genug von allem Blau.
Sie wandte sich vom Meer ab. Vom Himmel auch. Statt die Richtung nach Naurulokki einzuschlagen, überquerte sie die Straße. Hier begann der einzige Weg in den Wald, den sie Ahrenshooper Holz nannten. Es war ein Urwald, naturbelassen. Die Sonne malte einzelne Lichtflecken auf den schmalen Pfad, doch die alten Baumkronen waren so dicht, dass der Himmel kaum zu ahnen war. Selbst die Luft schien grün. Für einen Moment dachte Carly, die Erde bewege sich, bis sie bemerkte, dass sich junge Blindschleichen auf dem Weg sonnten. Von ihren Schritten aufgeschreckt, schlüpften sie in die dunklen Ritzen der gefallenen Bäume oder zwischen altes Laub. Carlys Gedanken taten es ihnen gleich. Hier gab es weder Gelb noch Blau, das Grün und die tiefen Schatten taten ihr wohl. Kein Meeresrauschen wagte sich hierher, und der Wind, der in den Ästen erzählte, war ein anderer als am Strand. Sie verbannte die Gesichter und die Stimmen ihrer Eltern für den Moment hinter dieses Grün und diese Stille, folgte dem Pfad geradeaus.
Doch auf dieser Halbinsel führten offenbar alle Wege zu den Toten. Ihr fiel ein, dass in genau diesem Wald vor Jahrzehnten ein bekannter ansässiger Künstler verschwunden war. Verschwunden, genauso wie Joram. Synne hatte ihr davon erzählt. Man rätselte noch heute was aus ihnen geworden war. Im Bodden ertrunken, sagte man, oder von den Russen erschossen und im Wald vergraben. Carly blieb stehen. War da nicht ein Rascheln gewesen? Es wurde dunkler, oder war nur der Wald hier so dicht? War sie überhaupt allein hier? Das Kribbeln in ihrem Nacken kam nicht nur von ihrem Sonnenbrand. Die alten Baumstämme wirkten wie stille Figuren, auf einmal sah sie Gesichter in ihnen und Arme, die lautlos in alle Richtungen griffen. Von der Straße draußen, von dem Dorf und den Touristen war nichts mehr zu ahnen, der Urwald war eine Welt für sich. Für einen Augenblick fragte sie sich, ob diese Welt noch da sein würde, wenn sie der Wald wieder verließ. Falls sie den Weg hinaus überhaupt fand. Da fiel ihr ein, dass es ja nur diesen einen Weg gab, und selbst dieser war eine Sackgasse. Er hörte kurz vor der anderen Seite des Waldes einfach auf, wie eine Geschichte, die zu Ende ist. Sie hatte sich das am ersten Tag auf der Karte angesehen. Verirren konnte sie sich also nicht.
So unheimlich es hier war, so sehr faszinierte sie dieser Ort. Es lag ein schimmernder und gleichzeitig dunkler Zauber darüber, eine herausfordernde Verwunschenheit, Geheimnis und Verführung. Außerdem hatten die Bäume auch das Meer verschluckt, und diese Abwechslung tat ihr wohl. Sie ging tiefer in den Wald, fühlte sich dabei wie Rotkäppchen, doch statt dem Wolf traf sie drei Hirsche, die vor ihrem Schritt die Flucht ergriffen, bevor sie ihnen nahe genug gekommen war, um mehr als ihre fernen Silhouetten zu sehen. Auf einem gefallenen Stamm ruhte sie sich eine Weile aus, stellte sich vor, einen Baum zu sein, der hier wuchs. Hier, nur hier, das ganze Leben lang, von Anfang an, durch alle Jahreszeiten, Frost, Hitze, die Wurzeln immer tiefer in das Land treibend, im Gespräch mit dem Wind, vom Sturm ungebrochen bis auf ihren letzten Tag, in den sie fiel. Der Gedanke war angenehm. Carly dehnte ihn aus, vergaß die Zeit, bis die inzwischen tief stehende Sonne einen schrägen Strahl zwischen den Stämmen hindurch mogelte. In dem Lichtkegel tanzten funkengleich Mücken, und nun wünschte sich Carly, eine von ihnen zu sein, lautlos, selbstvergessen und leicht auf der Dämmerung kreisend. Sie trat näher, entdeckte, dass dieses filigrane Ballett über einer tiefen Pfütze stattfand. Das Wasser darin war braun und doch glasklar. Sie sah gelbe Blätter auf der Oberfläche treiben, erste Herbstblätter, und auf dem Grund lagen andere, ebenso in Farbe und Form unversehrt. Ein Echo von Grün und Blau schaukelte als Spiegelung dazwischen: ein zweiter, tieferer Himmel. Es war wie ein Abbild dessen, was sie in den letzten Tagen erlebt hatte.
„Die Lebenden treiben auf der Oberfläche“, dachte Carly, „doch die Toten, in der Tiefe ruhend, haben nichts von ihrem Leuchten und ihrer Wirklichkeit verloren. Es ist nur nicht mehr ihre Zeit, aber das heißt nicht, dass ihre Zeit an Gültigkeit verloren hat. Die Stimmen meiner Eltern, ihre Gesten, ihre Anwesenheit waren wahr und sind es noch, nur anders. Jorams und Hennys Gedanken sind so gegenwärtig wie die goldenen Blätter dort unten im Schlamm. Rory, Teresa, Valerie schimmern klar sichtbar auf dem Grund meiner Erinnerung.“
Carlys Spiegelbild schwebte irgendwo zwischen den oberen und den gesunkenen Blättern, sah beiden ins Auge, bis sie ihre Hand in das kühle Wasser tauchte. Die Bewegung zog die lebendigen Blätter von der Oberfläche in einen Strudel; die auf dem Grund blieben hell in der Stille liegen.
Merkwürdig beglückt beschloss sie, den Waldweg heute nicht zu Ende zu gehen. Es wurde zu dunkel. Sie kehrte um und sah auf dem Rückweg so viele interessante Wurzeln und Äste liegen, in denen sich angedeutete Gestalten fanden, dass sie Jorams Gegenwart deutlich zu spüren glaubte, es war, als ginge er neben ihr und wiese sie darauf hin. Am liebsten hätte sie die kleineren Stücke alle mitgenommen, doch sie dachte an den Haufen Holz im Keller, und daran, dass sie das Haus räumen und nicht füllen sollte. Nur ein geschwungenes Wurzelstück über das sie stolperte, behielt sie dann doch in der Hand, denn es ähnelte so deutlich einer fliegenden Möwe, dass sie nicht widerstehen konnte.
Fast widerstrebend trat sie auf die Straße hinaus, entschlossen, möglichst bald wieder diesen Wald zu besuchen, der wie ein Lebewesen war, freundlich und gefährlich zugleich.
Sie war müde, doch wie berauscht von den Geschichten, in die sie heute geraten war, und beschloss daher, noch einen Umweg an Daniels Laden vorbei zu machen. Zwar waren die Geschäfte schon geschlossen, aber Daniel hatte die Angewohnheit, abends oft noch in dem Strandkorb zu sitzen, der in dem kleinen Vorgarten stand. Dort servierte er manchmal auch besonderen Kunden Teeproben.
Tatsächlich saß er auch jetzt da, nippte an einem dampfenden Becher Tee und beobachtete die dunkelrosa Wolken, die über den Kiefern Richtung Westen unterwegs waren.
„Störe ich?“ fragte Carly.
„Hallo Carly!“ Er klang eher erfreut. „Magst du dich setzen?“
So ein Strandkorb war etwas Gemütliches. Die Schale seines Daches stutzte den Himmel auf ein handliches Maß zurück. Aus ihm heraus störte das Blau ihren Blick nicht mehr, außerdem war es jetzt samten sanft. So geborgen in der Muschel aus Korbgeflecht, in Daniels tröstlicher Gesellschaft, in der Hand die warme Teetasse, die er ihr wie selbstverständlich gereicht hatte, beschloss Carly, jetzt und für immer auch mit dem gleißenden mittäglichen Blau Frieden zu schließen.
„Heute habe ich einen alten Tag wiedergefunden“, erzählte sie.
„Alter Tage sind wie guter Tee“, sagte Daniel. „Ihr Aroma bleibt erhalten. Man mag es oder man mag es nicht, aber diese indischen Blätter zum Beispiel erzählen auch nach Jahren in einer Dose noch von der Sonne, in der sie gewachsen sind, und von der Erde, die sie ernährt hat.- Und, war er bekömmlich, dein Tag?“
„Besser als ich dachte.“
„Das freut mich.“
„Übrigens, ich wollte fragen, ob du unter Umständen Interesse an einem Regal hättest, das Joram gemacht hat. Nur für den Fall, dass die nächste Besitzer die Möbel nicht übernehmen möchte. Ich finde, es würde wunderbar in deinen Laden passen.”
„Interesse auf jeden Fall, aber ich bin kein Krösus.“
„Na ja, Elisa muss die Teile erst schätzen, aber mit Thore kann ich reden. Er ist Teetrinker. Für einen Korb deiner besten Sorten würde er dir das Stück bestimmt überlassen.“
„Sehr gerne.“ Inzwischen war es stockdunkel geworden, nur ein schwaches Echo vom Sonnenuntergang stand noch über den Kiefern. Daniel stand auf und zündete eine Fackel an, die ein paar Schritte entfernt im Sand steckte. Kaum saß er wieder neben Carly, tanzten schon weiße Motten um die Flamme.
Wie die Fragen in meinem Kopf, dachte Carly. Der Erinnerung, um die sie lange furchtsam und fasziniert gekreist war wie die Insekten um das Feuer, war sie heute begegnet, und sie hatte sich nicht verbrannt. Aber es war noch so vieles offen. Sie war noch nicht schwimmen gegangen. Sie konnte schon. Mit Orje und Miriam war sie oft genug im Schwimmbad gewesen, hatte ganze Nachmittage am und im Wannsee mit ihnen verbracht. Aber dort konnte man das andere Ufer sehen. Hier gab es nur das randlose Blau, und sie fürchtete sich davor. Sie hatte darüber auf ihrem Blog geschrieben, und Orje hatte geantwortet: „Du musst ja auch nicht im Meer schwimmen – freu dich einfach wieder auf den Wannsee.“
Aber Carly wusste, es gehörte zu den Dingen die sie einfach tun musste. Sie war es ihrem Vater schuldig, und sich selbst.
„Flieg, Fischchen.“ Er hätte es von ihr erwartet. Außerdem lockte die blaue Weite sie, jede Welle rief nach ihr. Es ging ihr mit dem Wasser wie den Motten.
Und dann war da noch das Geheimnis um Joram. Joram in den sie auf seltsame Weise ein bisschen verliebt war. Wenn schon ihr Vater nie wiedergekommen war, so wollte sie wenigstens herausfinden, was mit Joram passiert war. Viel Zeit blieb ihr dafür nicht mehr.
„Wann und wo hast du Joram eigentlich das letzte Mal gesehen?“ fragte sie in die behagliche Stille hinein.
Daniel starrte nachdenklich in sein Teeglas.
„Das war oben am Darßer Ort. Am Strand beim Leuchtturm. Er stand und sah aufs Meer hinaus, als hätte er dort etwas Bestimmtes entdeckt. Ich habe ihm einen Gruß zugerufen, aber ich glaube er hat mich nicht gehört. Es war stürmisch. Außerdem war das bei ihm nicht ungewöhnlich. Manchmal war ihm nicht nach Reden.“
„Wusstest du, dass er einen Zwillingsbruder hatte, der als Kind gestorben ist?“
„Wirklich?“ Daniel fischte eine Mücke aus seinem Tee. „Nein. Interessant. Er wirkte auf mich immer wie jemand, der nicht ganz ganz ist. Das klingt jetzt blöd, aber es fiel mir auf, weil ich seine Möbel eben deshalb so schön finde, weil sie besonders ganz scheinen. Ganz in sich komplett, ganz rund und ganz richtig. Ist schwer zu beschreiben.“
„Ich weiß was du meinst“, sagte Carly. „Mir geht es genauso. Man berührt sie gern und fühlt sich wohl in ihrer Nähe. Ich dachte, Joram müsste so ähnlich gewesen sein.“
„Wenn du mehr über Joram wissen möchtest, unterhalte dich doch mal mit Flömer. Kennst du Flömer schon?“
„Flömer? Nein, wer ist das?“
„Flömer ist ein alter Kapitän. Er ist 94 Jahre alt und hat jedes einzelne davon hier am Ort verbracht, wenn er nicht auf See war. Heutzutage ist er ein wenig schweigsam geworden. Aber es lohnt sich sicher, ihn anzusprechen, wenn du Fragen hast. Du findest ihn eigentlich immer im Althäger Hafen. Denn solltest du dir sowieso ansehen, das ist ein Ort, der dir gefallen wird.“
Er sagte das mit so viel Gewissheit, als ob er sie schon eine Ewigkeit kannte.
„Und wie komme ich dahin?“
„Am besten mit dem Fahrrad. Nimm den Weg, der an der Kirche vorbei Richtung Bodden führt. Er beschreibt einen Bogen am Bodden entlang und endet direkt am Hafen. Eine wunderschöne Tour.“
„Und wie heißt Flömer mit Nachnamen?“
„Flömer ist sein Nachname. Niemand weiß, wie er mit Vornamen heißt. Wahrscheinlich hat er ihn selbst vergessen. Du wirst ihn daran erkennen, dass er ein Stück Kreide hinter dem Ohr trägt.“
„Kreide?“
„Frag ihn am besten selbst, warum“, meinte Daniel.
Irgendwo hinter dem Strandkorb klapperte etwas.
„Daniel?“
Synne tauchte in einem weißen Kleid aus dem Dunkel auf wie ein dünnes und fröhliches Gespenst. „Ach, Carly, da bist du! Ich hab schon bei dir geklingelt. Elisa ist von ihrer Reise zurück. Sie hätte übermorgen Zeit, sich die Bilder und Möbel anzusehen. Daniel, ich brauche etwas von Elisas Tee. Wenn sie morgen merkt, das in der Galerie keiner mehr ist, ist mein Job wahrscheinlich Geschichte. Dann kann ich Orje in Berlin beim Streichen helfen.“
Sie klang nicht, als ob das eine Katastrophe wäre.
„Ist das so ernst mit euch?“
„Tja, also mit Orje schon. Berlin… nein ich kann mir nicht vorstellen, nach Berlin zu ziehen.“
„Ich geh dir mal den Tee holen“, sagte Daniel.
Synne setzte sich auf einen Stein. Mit ihren langen Haaren und dem Kleid sah sie im Fackellicht aus wie die kleine Meerjungfrau.
„Glaubst du, Orje würde hierher ziehen?“
Carly überlegte. Sie dachte an die Fiedlerinsel. An Oma Jule und die vielen Nichten. An Orje auf dem Dahlemer Weihnachtsmarkt, an Orje an einem Sommerabend auf dem Kudamm.
„Ich weiß es nicht. Wenn er liebt, ist bei ihm alles möglich. Aber ich kenne niemanden, der so sehr Berliner ist wie Orje. Der würde immer Berliner bleiben, selbst wenn er dich heiraten, mit dir 10 Kinder bekommen und den Rest seines Lebens hier verbringen würde.“
Synne hielt einen Ast in die Fackelflamme.
„Was ist es nur, dass uns Menschen manchmal einen Ort mit solcher Zärtlichkeit lieben lässt, dass wir unser ganzes Leben daran hängen? Nichts wird mich hier weg bewegen, nicht einmal Orje. Wie ist das mit dir und Berlin? Oder hast du noch einen anderen Ort? Ich hatte eigentlich von Anfang an das Gefühl, du passt genau hierher. Im Gegensatz zu den Touristen.“
„Die Frage stellt sich nicht. Astronomen werden hier nicht gebraucht. Ob ich an Berlin hänge, weiß ich selbst nicht.“
„Das mit Orje, das ist wirklich ernst.“ Fast hätte sich Synne die Finger verbrannt, eilig ließ sie den Stock in den Sand fallen.
„Du sollst nicht immer kokeln“, sagte Daniel streng. „Hier ist Elisas Tee.“ Er drückte ihr eine Tüte in die Hand. „Und jetzt, Kinders, so nett eure Gesellschaft auch ist, gehe ich nach Hause.“
Synne sprang auf.
„Carly, kann ich Elisa sagen, dass übermorgen o.k. ist? Kann sie da die Bilder sehen, so um 10?“
„Das wäre wunderbar. Es wird höchste Zeit, dass ich vorankomme mit Naurulokki. Danke.“
Wenn Carly gewusst hätte, dass sie erst im Dunkeln nachhause kommen würde, hätte sie eine Taschenlampe mitgenommen. Es war so dunkel auf dem Grundstück, das sie schmerzhaft gegen die Treppe stieß, nachdem sie sich den Weg zum Haus hinauf getastet hatte. Vor der Tür lag ein kleiner Stapel Post. Als sie im Flur das Licht einschaltete, hatte sie für einen Moment den Gedanken, es sei möglich, Henny und Joram zu überraschen – vielleicht für einen Moment einen Blick auf ihre sonst unsichtbare Anwesenheit erhaschen zu können. Doch es fielen nur ein paar Dahlienblätter aus dem Strauß zu Boden.
Carly legte die Post in die Küche, kuschelte sich dankbar in Hennys Jacke, in der sie sich inzwischen zuhause fühlte, und betrachtete das mövenförmige Holz, das sie im Wald mitgenommen hatte. Auf Hennys Werktisch fand sie eine Öse, die sie in den Rücken der Möwe bohrte, und ein Stück Sandpapier, mit dem sie die Oberfläche sorgfältig glättete. Im Flur über der Haustür war ein leerer Haken an der Decke. Der hatte sie schon von Anfang an gestört. Jetzt malte sie der Möwe mit Bleistift noch dezente Augen, und hängte sie triumphierend so auf, dass die Tür gerade noch aufging, ohne dagegen zu stoßen.
„Hier hast du Wind zum Fliegen. Und wenn jetzt jemand reinkommt, der nicht hierher gehört, kannst du was fallen lassen“, sagte Carly.
Jetzt merkte sie erst, wie müde sie war. Kein Wunder. Sie hatte ja auch eine Zeitreise gemacht. Aber Hunger hatte sie auch. Sie machte sich ein Käsebrot, ohne sich extra hinzusetzen, und sah beim Kauen die Post durch. Eine weitere Mahnung von einem Zeitschriftenversand, eine Einladung zu einer Vernissage in einem Künstlerhaus, ein Kleiderkatalog, und eine Postkarte. Ob Thore ihr aus Ägypten geschrieben hatte? Unwahrscheinlich. Er hatte noch nie eine Postkarte geschrieben. Aber er hatte ihr auch noch nie einen Blumenstrauß geschenkt.
Doch die Karte war nicht aus Ägypten. Sie war aus Dänemark. „Skagen“ stand unter dem Bild.
Carly kannte die Schrift auf der Rückseite.
Und der Text begann mit „Liebe Henny“ und endete mit „Fortsetzung folgt, Joram.“

Liebe Patricia,
das ist ein ganz besonderes Kapitel, eine so intensive Stimmung. Mit jeder Faser kann ich das Erzählte spüren. Besonders gefällt mir die Szene an der Pfütze mit den Gedanken zu den Lebenden und Toten. Und der Schluss ist ja einfach nur hammermäßig … der professionelle “Cliffhanger” *lach*. Ja, ja, ja … ich will (sofort) wisssen, wie es weitergeht!!!
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
“Intensive Stimmung”, das freut mich, ich habe nämlich dieses Kapitel mit Spracheingabe in den PC diktiert statt zu tippen und war mir nicht sicher, ob das meinen Stil ungünstig verändern würde…
danke und Dir auch ein schönes Wochenende!
Oh, wie schön und wie spannend endet es hier…
..grüßt dich Monika
Liebe Grüße auch an dich, und ein erholsames Wochenende!
Nein, Dein Stil hat sich nicht geändert, ganz sicher nicht! Und es ist superfaszinierend und spannend. Und ein hammermäßiger Schuss. ich hoffe, dass es ganz bald weitergeht!
Ach Patricia, am liebsten würde man das Haus selber kaufen!
Schön erzählt, mit viel Ruhe, so dass man innehält und einem bewusst wird, wie hektisch doch jeder Tag abläuft. Möchte ich auch gerne, einfach die Zeit vergessen und mal wieder jede Minute geniessen.
Bin gespannt auf Kapitän Flömer! Und das mit der Karte aus Dänemark ist ein gelungen spannender Abschluss für dieses Kapitel.
Ganz ausnahmsweise konnte ich das Kapitel erst viel später lesen – und ganz wie sonst bin ich begeistert von der Stimmung und der Spannung… Auch ich bin ganz gierig danach, von Flömer und der Spur der Karte aus Dänemark zu erfahren. Und ja: Zeitreisen machen müde und machen, dass man Käsebrot im Stehen isst… Hoffentlich bald, die nächste Folge! Danke, liebe Patricia!